Bestellerprinzip bei Vermietungen beschlossen

Die Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip sind beschlossene Sache. Im Laufe des Jahres 2015 werden diese Neuerungen voraussichtlich in Kraft treten.

Was sich ändert

Mit dem in Kraft treten des Mietrechtsnovelierungsgesetzes soll in Zukunft das Bestellerprinzip gelten. Das bedeutet, dass bei Vermietungen derjenige den Immobilienmakler zahlen soll, der ihn bestellt. Dies ist in Zukunft per Gesetz regelmäßig der Vermieter und nicht mehr wie bisher der Mieter. Der Verkauf von Immobilien bleibt davon unberührt und wird wie bisher auch abgewickelt.

Ab wann es gültig ist

Je nach dem, wann das Gesetz vom Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet wird, tritt es voraussichtlich am 1. Juni oder 1. Juli in Kraft.

Was es für Wohnungssuchende bedeutet

Ab diesem Zeitpunkt ist es dem Immobilienmakler bei der Vermietung von Wohnimmobilien nur noch sehr eingegrenzt möglich, eine Provision vom Wohnungssuchenden zu verlangen. Dies ist dann nur nach Erteilung eines Suchauftrages durch den Wohnungsinteressenten möglich. Außerdem darf er ihm dann nur Wohnungen anbieten, die er ausschließlich aufgrund des konkreten Suchauftrages für ihn gesucht hat. Wohnungen aus dem Bestand des Immobilienmaklers können dann nicht mehr angeboten werden, sofern diese eine Provision für den Mieter vorsehen. So kann dann z. B. eine Wohnung, die für den einen Interessenten gefunden und angeboten wurde, bei nicht gefallen, keinem anderen Interessenten, mit ähnlichen oder gleichen Wünschen, mehr provisionspflichtig angeboten werden. Was dies für Wohnungssuchende bedeutet und ob der Wohnungsmangel, als eigentliches Problem, in stark nachgefragten Lagen damit beseitigt ist, wird die Zukunft dann zeigen.

Mietpreisbremse

Auch die Mietpreisbremse ist beschlossen. Das Land Niedersachsen darf nun Gebiete mit zu wenigen Wohnungen ausweisen, in denen die Mietpreisbremse dann für fünf Jahre gelten soll. Die Mieten dürfen dann hier nur noch um höchstens 10% über dem ortsüblichen Mietspiegel bei Neuvermietungen steigen. Ausgenommen sind davon umfassend modernisierte Immobilien, die dann neu vermietet werden sowie Neubauten. Ob für Hannover überhaupt Gebiete ausgewiesen werden, in denen die Mietpreisbremse gelten soll, bleibt zunächst abzuwarten.