Bestellerprinzip bei Vermietungen durch Bundesrat jetzt gebilligt

Zum sogenannten Bestellerprinzip bei der Vermietung von Immobilien, gibt es aufgrund des schwebenden Gesetzgebungsverfahrens weiterhin Unsicherheiten bei vielen Vermietern von Wohnungen. Deshalb halten wir Sie weiter auf dem laufenden.

Bundesrat winkt Regelung durch

Am 27. März 2015 hat der Bundesrat das durch den Bundestag beschlossene Gesetz zur Mietpreisbremse mit dem darin enthaltenen sogenannten Bestellerprinzip für die Vermietung von Immobilien gebilligt. Damit wird es nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift übersendet werden. Dadurch wird der mögliche Termin der in Kraft Setzung dieser Regelung konkreter und gilt damit voraussichtlich ab dem 1. Juni 2015. Bis dahin bleibt die alte Regelung gültig.

Weitere Belastung für Vermieter

Mit diesen neuen Regelungen sollen vor allem Mieter doppelt geschützt werden. Durch die Mietpreisbremse ist ein Schutz vor unbegründeten Mieterhöhungen beabsichtigt. Das damit durch die große Koalition eingeführte Bestellerprinzip regelt, dass der Mieter dem Makler ab dem in Kraft Treten des Gesetzes nur noch eine Vergütung schuldet, wenn er ausschließlich für ihn tätig wird.

Somit werden folgende Regulierungen durch den Gesetzgeber bestimmt:

  1. Aufträge zur Vermietung von Immobilien müssen danach in Zukunft schriftlich erteilt werden. Dadurch beabsichtigt der Gesetzgeber, dass Unklarheiten darüber vermieden werden, ob überhaupt ein Auftrag zur Vermietung vorliegt und mit welchem Inhalt er erteilt wurde.
  2. Der Mieter schuldet dem Makler ein Entgelt nur, wenn der Makler ausschließlich auf Veranlassung des Mieters tätig wird. Wenn also ein Vermieter dem Makler die Wohnung zur Vermittlung an die Hand gibt, sich die Immobilie also im Bestand des Immobilienmaklers befindet und ein Interessent hat einen Suchauftrag erteilt, dann darf diese Wohnung diesem Interessenten trotz erteiltem Suchauftrag nicht mehr angeboten werden, wenn die erbrachte Dienstleistung auch vergütetet werden soll.

Fazit

Die erklärte Absicht durch den „Gesetzgeber“ ist es damit, Mieter zu entlasten. Vordergründig erscheint dies durch den Wegfall der Provision für Mieter zunächst auch so zu sein. Möglicherweise sind dies auch nur vorbereitende Maßnahmen durch den „Gesetzgeber“, um zukünftig weitere Belastungen für Mieter, wie Beispielsweise höhere Grundsteuern, leichter Rechtfertigen zu können. Wir von City Immobilienmakler stellen uns auf diese Situation ein und werden in kürze ein neues Angebot für Vermieter von Immobilien bereit halten.

Neues BGH-Urteil zu Renovierungsklauseln in Mietverträgen

Renovierungen in Mietwohnungen sind oft ein Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. Der Bundesgerichtshof hat hierzu nun am 18. März 2015 erneut geurteilt.

Was das neue Urteil sagt

Renovierungsklauseln in Mietverträgen sind demnach ungültig, wenn eine Wohnung unrenoviert an den Mieter übergeben wurde. In diesen Fällen müssen Mieter keine Renovierungen leisten. Das heißt, dass sie für unterlassene Renovierungen nicht wegen Schadenersatz belangt werden können. Auch während der Mietzeit müssen sie keine Renovierungsarbeiten leisten.

Was erlaubt ist

In manchen Gegenden, wie z. B. in Ballungsräumen war es bislang Praxis von einigen Vermietern, Wohnungen unrenoviert zu übergeben und die Kosten für Renovierungen dem Mieter zu überlassen. Mieter können demnach also nicht verpflichtet werden, Gebrauchsspuren zu beseitigen, die sie nicht verursacht haben, sondern ein Vormieter.
Zusätzlich ist eine generelle Verpflichtung von Mietern, anteilige Renovierungskosten beim Auszug zu übernehmen, nicht erlaubt.

Renovierungsarbeiten in Mietwohnungen sind nach dem Urteil (BGH – AZ: VIII ZR 185/14 vom 18.03.2015) also durchweg die Sache des Vermieters. Zusätzlich ist dies in § 535 BGB nachzulesen. Mieter können demnach nur für selbst verursachte Abnutzungen in Anspruch genommen werden.

Fazit

Möglicherweise werden hierdurch in Zukunft überwiegend nur renovierte Wohnungen übergeben, weil dadurch der Streitpunkt der Kostenübernahme von Schönheitsreparaturen umgangen wird. Eventuell hat dies auch Auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Kaltmieten. Wer seine Immobilie vermieten möchte und Rechtsstreitigkeiten umgehen will, der sollte auf Rechtssichere Mietverträge auf Grundlage der aktuellen Rechtsprechung zurückgreifen.

Kennen Sie Home-Staging?

Erfahren Sie hier in einer Zusammenfassung, was Home-Staging ist, wo es her kommt und was es Ihnen als Verkäufer wie auch als Kaufinteressenten von Immobilien bringen kann.

Was Home-Staging ist

Der englischsprachige Begriff „Home-Staging“ ist in Nachschlagewerken wie z. B. PONS Wörterbuch (Studienausgabe ENGLISCH) oder dem Online-Wörterbuch leo.org nicht zu finden. Es ist demnach also eine Wortkreation aus den Begriffen „Home“ und „Staging“ Diese Wörter sind nun einzeln auffindbar. Dabei kann „Home“ als „das Haus, das Eigentum, das Zuhause oder die Wohnung“ und der Begriff „Staging“ als „die Arbeitsbühne, das Arbeitsgerüst oder die Inszenierung “ ins deutsche übersetzt werden. Im Online-Lexikon der Immobilienwirtschaft wird „Home-Staging“ als Verkaufsförderung bezeichnet, wobei Grundsätze der Produktpräsentation aus Bereichen wie z. B. der Mode- oder der Möbelbranche auf Immobilien übertragen werden. Beim Home-Staging werden im Allgemeinen als einfache Techniken das Aufräumen und Entrümpeln oder das Umstellen von Möbeln bei bewohnten Immobilien angewandt. Wichtig ist hierbei, persönliche Dinge wie z. B. Urkunden, religiöse Symbole oder Fotos zu entfernen, damit die Immobilie so neutral wie möglich präsentiert werden kann. In leeren Immobilien, wie z. B. Wohnungen oder Häuser werden auch gemietete Möbel oder Wohnzubehör eingesetzt. Die Immobilie wird also so aufbereitet und präsentiert, dass beim Interessenten ein positiver Eindruck entsteht und er sich sofort angesprochen fühlt.

Wo Home-Staging herkommt

Diese Verkaufsfördernden Maßnahmen, so ist auf Wikipedia zu lesen, werden in den USA seit den 1970er Jahren angewendet. Designer und Innenarchitekten haben dieses Geschäftsfeld in der 1990er Jahren für sich entdeckt. Demnach sind andere Begriffe hierfür „property presentation“ oder auch „property styling“. Seit einigen Jahren wird diese Dienstleistung auch in Deutschland angeboten. Derzeit sind in Deutschland etwa zweihundert Agenturen auf diesem Gebiet tätig. Die erste Agentur wurde im Jahr 2006 in Hamburg gegründet.

Was Home-Staging bringt

Für Käufer von Immobilien liegt der Vorteil darin, dass sie beispielsweise Raumgrößen richtig einschätzen können. So werden z. B. Räume mit zu vielen Möbeln meistens als zu klein wahrgenommen und das wahre Potenzial der Immobilie wird dabei überdeckt. Das bedeutet, dass durch Home-Staging das Vorstellungsvermögen und die Wahrnehmung des Käufers angeregt werden, damit die tatsächlichen Möglichkeiten der Immobilie durch potenzielle Käufer erkannt werden können.

Für Verkäufer von Immobilien ist die professionelle Präsentation der Immobilie ein klarer Vorteil. Denn Home-Staging kann die Entscheidungsfindung für Kaufinteressenten unterstützen und erleichtern. So dass sich die Zeitdauer der Immobilienvermittlung möglicherweise verkürzt und in Kombination mit weiteren professionellen Verkaufs- und Verhandlungstechniken, ein optimaler Preis für die Immobilie realisierbar sein kann.

Wie City Immobilienmakler Home-Staging einsetzt

City Immobilienmakler Arne Wulff aus Hannover bedient sich dieser verkaufsfördernden Maßnahme mit Augenmaß. Dabei ist zu bedenken, dass dies nur eine Maßnahme von vielen ist, die zum erfolgreichen Verkauf Ihrer Immobilie führen kann. In einem persönlichen Gespräch erfahren Sie, welche Maßnahmen für Ihre Immobilie geeignet und welche eher unzweckmäßig sind. Diese Leistung erbringen wir von City Immobilienmakler in Kooperation mit Frau Corana Böhm, als externer Beraterin mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet. Hierzu halten wir für Sie Sonderkonditionen bereit, sprechen Sie uns einfach an.

 

Widerrufsbelehrung seit Juni 2014 auch vom Immobilienmakler

Das Fernabsatzrecht wurde überarbeitet. Das neue Gesetz trat bereits am 13. Juni 2014 in Kraft. Damit wird die EU-Verbraucherrechterichtlinie in Deutschland umgesetzt. Danach sind nun auch Maklerunternehmen verpflichtet, Kunden über Ihre Widerrufsrechte zu belehren. So will der Gesetzgeber die Rechte von Verbrauchern stärken.

Zugang zu Informationen

Es gibt kaum Menschen, die nicht schon ein neues zu Hause gesucht haben. Jeder benötigt dafür mehr oder weniger Informationen, um die richtige Entscheidung zu treffen, denn meistens binden sie sich viele Jahre an die neue Immobilie. Deshalb sind hierfür aktuelle und vollständige Angaben nötig, damit die richtige Wahl erleichtert werden kann. City Immobilienmakler hält die jeweiligen Informationen bereit. Sei es auf der eigenen Website, in Immobilienportalen oder durch Plakate und Schilder. Jeder Interessent für eine Immobilie erhält auf Anfrage zusätzliche Informationen, beispielsweise durch das entsprechende Exposé oder auch während den danach folgenden Besichtigungen. So ist eine umfassende und qualifizierte Hilfestellung möglich.

Der erste Kontakt

Bei der ersten Anfrage nach weiteren Informationen und dem daraus resultierenden ersten Kontakt mit dem Immobilienmakler, sehen sich die wenigsten Interessenten als dessen Kunde. Bisher war es bei Angeboten mit ausgewiesener Käuferprovision klar, dass ein geschlossener Kaufvertrag aufgrund der Mitwirkung durch den Immobilienmakler den Anspruch auf eine Vergütung begründet. Dies ist seit dem 13. Juni 2014 neu geregelt. Mit diesem Datum wurde die EU-Verbraucherrechtrichtlinie in Deutschland umgesetzt und das neue Gesetz ist damit in Kraft. Seitdem können danach auch Immobiliensuchende nach dem ersten Kontakt ohne Angabe von Gründen von Verträgen zurücktreten, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurden. Dabei geht es ausschließlich um den zwischen Ihnen als Käufer oder Mieter und mir als Vermittler geschlossenen Maklervertrag. Alle vermittelten Kauf- oder Mietverträge bleiben davon unberührt und damit wirksam.

Verzichten oder warten

Nach dem Willen des Gesetzgebers haben nun Interessenten gemeinsam mit dem Immobilienmakler vierzehn Tage zu warten, damit Gewissheit besteht, dass sich der Interessent auch ganz sicher ist. Das Widerrufsrecht verlängert sich sogar um ein Jahr, wenn gar nicht belehrt wird oder wenn die Belehrung falsch oder unvollständig ist. Wer nun als Immobiliensuchender gar keine Lust hat zu warten, der kann mit einem Verzicht auf sein Widerrufsrecht die Wartezeit verkürzen und damit darauf bestehen, dass der Makler sofort tätig wird. Immobiliensuchende können dann sofort auf die von Ihnen benötigten Informationen zugreifen. Für alle Anfragen die persönlich und direkt in meinem Büro gemacht werden, begründet sich darauf ebenfalls ein gültiger Maklervertrag. Da dieser dann innerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurde, ist hierfür nach dem Willen des Gesetzgebers keine Widerrufsbelehrung erforderlich.

Fazit Widerrufsrecht:

Für alle Anfragen außerhalb meines Büros, z. B. über das Internet, per E-Mail, Telefon oder per Brief,  müssen Sie erst eine Belehrung über sich ergehen lassen. Wenn Sie als Immobiliensuchende möchten, dass der Makler sofort mit seiner Tätigkeit beginnt, können Sie schriftlich auf Ihr Widerrufsrecht verzichten. Der Nachweis, dass Sie über Ihr Widerrufsrecht informiert wurden, obliegt dabei den Unternehmen, also uns. Sie kennen dies vielleicht bereits von Internethändlern. Möglicherweise stellt sich hier die Frage nach dem Sinn für den Bereich der Immobilien. Wir möchten Sie mit dem Aufwand und der zusätzlichen Bürokratie jedenfalls nicht ärgern, sondern aktiv informieren und die jeweils gültigen Gesetze beachten. Kosten entstehen Ihnen wie bisher, erst bei Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages in Höhe der ausgewiesenen Provision.

Was Sie bei der Bewertung Ihrer Immobilie beachten sollten

Die Immobilienbewertung hat in Deutschland eine lange Tradition, die bis ins siebte Jahrhundert nachweisbar ist. Die Verfahren zur Bewertung von Immobilien sind gesetzlich in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) verankert.

Der Weg zum Marktwert einer Immobilie

Viele private Verkäufer legen in der Regel den Kaufpreis Ihrer Immobilie nach Kriterien festlegen, die stark emotional sowie persönlich geprägt sind und meistens fern der Realität liegen.
Dabei gibt es international anerkannte Methoden, die in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) gesetzlich verankert sind, um einen realistischen Kaufpreis für Immobilien zu ermitteln. Dazu zählen das:

  • Vergleichswertverfahren
    (kaufpreisorientiertes Verfahren)

→ Der Wert einer Immobilie wird durch Preisvergleich mit ähnlichen Objekten anhand von tatsächlich erzielten Kaufpreisen ermittelt.

  • Sachwertverfahren
    (substanzorientiertes Verfahren)

→ Der Wert einer Immobilie wird auf Grundlage von Grundstücks- und Herstellungskosten ermittelt.

  • Ertragswertverfahren
    (performanceorientiertes Verfahren)

→ Ein ökonomischer Wert der Immobilie wird ermittelt.

Anwendung verschiedener Verfahren

Je nach Nutzung der Immobilie kommt ein Verfahren in Betracht, welches durch die Anwendung eines weiteren Verfahrens unterstützt werden kann. Für den Bereich der Wohnimmobilien, wie z. B. für Eigentumswohnungen,  lässt sich mit der folgenden vereinfachten Formel eine erste grobe Einschätzung des Wertes ermitteln.

Kaufpreis = Preis/m² x Fläche in m²

Herkunft der Daten

Hierbei sollte beachtet werden, dass die Preise/m² je nach Lage und Zustand/Ausstattung sehr unterschiedlich sein können. Diese vereinfachte Formel ermöglicht eine erste grobe Einschätzung des Wertes der jeweiligen Immobilie. Die nötigen Daten hierzu sollten Sie beim zuständigen Gutachterausschuss anfordern, weil Sie hier im Gegensatz zu Online Wertermittlungen von verschiedenen Anbietern, wie z. B. von Immobilienportalen, echte Verkaufspreise erhalten.

Oft falsche Bewertung durch Eigentümer

Bei unseren Bewertungen stellen wir oft fest, dass viele Immobilienbesitzer ihr Eigentum gar nicht richtig bewerten und den Wert in vielen Fällen zu hoch einschätzen und damit ihren Beitrag für einen stark erschwerten Verkauf leisten. Manchmal fällt die Einschätzung durch den Privatverkäufer auch zu niedrig aus. In beiden Fällen sorgen sie dadurch für einen erheblichen Verlust ihres Vermögens.

Preis am Immobilienmarkt

Ist der realistische Wert  Ihrer Immobilie ermittelt, gilt es den gewünschten Preis auch am Markt zu erzielen. Da Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen gilt:

W e r t  ≠  P r e i s

Fazit Immobilienbewertung

Um den optimalen Preis zu erzielen, sind Marktkenntnis, Erfahrungen sowie Verkaufs- und Verhandlungsgeschick gefordert. Davor steht jedoch eine fundierte Marktwertermittlung. Möglicherweise ist hier fachlicher Rat sinnvoll, damit auch Ihr Verkauf in Kombination mit professionellen Verkaufsstrategien ein voller Erfolg wird.

Achtung! Konsequenzen aus dem neuen Energieausweis

Der neue Energieausweis ist seit dem 01. Mai 2014 Pflicht für viele Immobilieneigentümer. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet die Energieeinsparverordnung (EnEV).

Danach muss bei Verkauf und Vermietung einer Immobilie spätestens zur ersten Besichtigung ein Energieausweis vorhanden sein und er muss in der Immobilie sichtbar ausliegen. So sollen Käufer und Mieter besser einschätzen können, welchen Energiebedarf die betreffende Immobilie hat.

Energieausweis beim Immobilienverkauf Pflicht

Neu ist bei dem Energieausweis, dass es nun Energieeffizienzklassen von A+ bis H gibt, ähnlich wie bei Elektrogeräten. Alle Energieausweise, die vor dem 1. Mai 2014 erstellt wurden, behalten jedoch ihre Gültigkeit für 10 Jahre nach dem jeweiligen Ausstellungsdatum.

Es gibt Ausnahmen

Wie bei jedem Gesetz gibt es auch hier Ausnahmen. So brauchen z. B. Menschen, die allein in Ihrer Immobilie leben und ein Verkauf oder eine Vermietung nicht angestrebt wird, einen Energieausweis nicht bereitzuhalten. Davon sind wiederum alle diejenigen ausgenommen, die Selbstnutzer sind und eine Baugenehmigung ab Oktober 2007 beantragt haben oder mit dem Bau ab diesem Zeitpunkt begonnen wurde. Sofern die Nutzfläche weniger als 50 m² beträgt oder es sich um ein Baudenkmal handelt ist ein Energieausweis ebenfalls nicht verpflichtend.

Neue Pflichtangaben in der Immobilienanzeige

Sofern ein Energieausweis vorliegt und die Immobilie verkauft oder vermietet werden soll, sind Pflichtangaben gem. 16a EnEV in der Immobilienanzeige nötig. Dazu zählen Beispielsweise die Art des Energieausweises, der im Energieausweis genannte Kennwert für das Gebäude, die wesentlichen Energieträger für die Heizung, bei Wohngebäuden das im Energieausweis genannte Baujahr und die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Dies ist laut EnEV vom Verkäufer oder Vermieter, also vom Eigentümer sicherzustellen. Erteilt dieser einem Immobilienmakler einen Auftrag für die Vermittlung der Immobilie, gehört dies zu den Nebenpflichten des Immobilienmaklers. Bei Verstoß und Bußgeld kann der Eigentümer dann Schadensersatz für das Bußgeld beim Immobilienmakler geltend machen. Außerdem ist dem neuen Eigentümer oder Mieter bei Abschluss eines Vertrages mindestens eine Fotokopie des Energieausweises auszuhändigen.

Geldstrafen bis zu 15.000 €

Die Bußgeldvorschriften treten für die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten (§ 27 EnEV), voraussichtlich im Mai 2015 in Kraft. Danach können bei Verstößen auf die Immobilieneigentümer empfindliche Geldstrafen in Höhe von bis zu 15.000,- € zukommen. Abmahnungen sind bei Verstößen gegen die Energieeinsparverordnung bereits jetzt schon möglich.

Fazit neuer Energieausweis

Als langjähriger Immobilienmakler nehme ich diesen Gesetzesentwurf zur Kenntnis. Es bleibt als Fazit festzuhalten, dass hierdurch eine höhere Transparenz und Vergleichbarkeit des Energieverbrauches von Immobilien entsteht. Für die Erstellung von Energieausweisen empfehle ich Eigentümern auf professionelle Energieberater zurückzugreifen, damit hier aussagekräftige Werte eingebracht werden. Bei Anzeigen für die Vermietung oder den Verkauf ist genau auf die gesetzlichen Vorgaben zu achten, da sonst dem Eigentümer empfindliche Geldbußen drohen.

 

 

city-immobilienmakler-bestellerprinzip

Das Bestellerprinzip

Die Idee

Die zum Teil hohen Mieten in den Ballungszentren Deutschlands haben die Politiker dazu veranlasst, sich aktiv für Mieter einzusetzen um deren finanzielle Ausgaben zu reduzieren. Aus diesem Grund tritt voraussichtlich ab Mitte 2015 das Bestellerprinzip, welches nur für Vermietungen gilt, in Kraft. Der Gesetzesentwurf besagt, dass Mieter nur dann eine Provision zahlen müssen, wenn der Makler infolge eines Mietauftrages die Wohnung beschafft und der Mietvertrag schlussendlich zustande kommt. Wohnungen die der Immobilienmakler bereits in seinem Bestand hat, dürfen dem potenziellen Mieter hingegen nur provisionsfrei angeboten werden. 

Auf den ersten Blick ist das Bestellerprinzip für Immobilienmakler aufgrund der fehlenden Einnahmequelle als negativ zu bewerten. Dennoch muss hervorgehoben werden, dass es für private Eigentümer oftmals sehr schwierig ist, in Eigenregie die optimalen Mieter zu suchen bzw. den angemessenen Marktpreis zu bestimmen. Vor allem fachspezifische Aufgaben wie die Mietpreisfindung oder die Bonitätsprüfung von potenziellen Mietern, sollten weiterhin erfahrenen Immobilienmaklern überlassen werden.

Veränderungen für Immobilenmakler

Das Bestellerprinzip ist bereits durch das Bundeskabinett beschlossen und muss nur noch durch den Bundestag bzw. Bundesrat abgesegnet werden. Insgesamt ist zu erwarten, dass es laut Statistik bei den Mietern zu Einsparungen in Höhe von ungefähr 570 Mio. € kommt und dieser Gesetzesentwurf tiefgreifende Veränderungen für die Immobilienbranche mit sich bringt. Ein weiterer Inhalt dieses Gesetzesentwurfes ist u.a. das Maklerverträge zukünftig in Textform geschlossen werden (z.B. Email oder FAX). Aufgrund der geringeren Provisionseinnahmen wird sich der Konkurrenzdruck laut Expertenmeinungen unter den Maklern zunehmend schärfen, sodass sich viele Immobilienvermittler auf andere Bereiche spezialisieren sollten. Konnten Erlöse in der Vergangenheit beispielsweise über den Verkauf und die Vermietung von privat genutzten Wohnungen erzielt werden, wird sich zukünftig beispielsweise auch auf die Veräußerung von Gewerbeimmobilien konzentriert. Des Weiteren ist durch das Bestellerprinzip Mehrarbeit zu erwarten. Durch den Wegfall der Provisionen für Makler, wird es in der Folge eine höhere Nachfrage nach den angebotenen Wohnungen geben, da die finanziellen Ausgaben für jeden Interessenten überschaubar bleiben. Abschließend ist zu verdeutlichen, dass es in der Zukunft immer wichtiger wird dem Kunden die optimale Servicequalität zu bieten, um sich als fachkundiger Immobilienmakler gegen Mitkonkurrenten durchzusetzen.

Kompetenz durch eine fachspezifische Ausbildung

Aktuell trägt noch Mieter die Kosten, obwohl der Immobilienmakler in vielen Fällen vom Vermieter beauftragt wurde und dessen Interessen vertritt. In naher Zukunft lässt sich vermuten, dass einige Vermieter jedoch auf die entsprechenden Vermittler verzichten werden und die Wohnungen selbst veräußern wollen. Oftmals haben die Vermieter jedoch nicht das entsprechende Know-how wie Immobilienmakler, die in dieser Branche schon seit mehreren Jahren tätig sind. Zu den Kenntnissen eines Maklers zählen beispielsweise das Wissen über den Bau von Immobilien, die Vermittlung von Wohnimmobilien oder auch die Vermietung oder Verwaltung von Wohneigentum. Außerdem muss verdeutlicht werden, dass ohne offizielle Zulassung niemand in Deutschland als Immobilienmakler tätig sein darf, wodurch eine gewisse Beratungsqualität gewährleistet wird. Genau aus diesem Grund sollten Vermieter auch zukünftig Makler kontaktieren, wenn es um Fragen rund um die Vermietung geht. Allgemein sollte sich der Berufszweig Makler verstärkt auf qualitativ hochwertige Dienstleistungen fokussieren, egal ob bei dem Verkauf oder der Vermietung. Makler sind in der Lage den hohen organisatorischen Aufwand zu bewältigen, aussagekräftige Exposés zu erstellen oder auch Fragen zum Mietrecht zu beantworten. Außerdem erwähnenswert ist, dass die Eigentümer infolge des neuen Gesetzes wahrscheinlich noch mehr vergleichen und erst nach umfangreicher Prüfung den für Sie geeigneten Makler beauftragen werden.

Fazit

Derzeit ist es noch sehr schwer abzuschätzen, wie sich die Immobilienbranche durch das Bestellerprinzip zukünftig entwickeln wird. Dennoch lässt sich prognostizieren, dass sich die rund 12.000 Immobilienmakler in Deutschland zunehmend auf Kernkompetenzen konzentrieren sollten. Dabei sind die entsprechenden Fachkenntnisse und ein hohes Maß an Servicebereitschaft bei der Immobilienvermittlung essentiell, um sich von Wettbewerbern zu differenzieren.

Mietpreisbremse

Was genau ist die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse ist ein Gesetzesentwurf, der am 1. Oktober 2014 durch das Bundeskabinett beschlossen wurde und planmäßig im Jahr 2015 in Kraft treten soll. Das Gesetz soll zukünftig einen Kostenanstieg der Mieten in populären Wohngebieten bis ins unermessliche vermeiden und zusätzlich den Wohnungsmangel in bestimmten Gegenden mit angespanntem Wohnungsmarkt einer Stadt beheben. Auf diese Weise soll es für Normalverdiener möglich sein, sich einen Platz in beliebten Wohnanlagen leisten zu können. Mietsprünge von 20 oder 30 % sollen nicht mehr vorkommen. Die Regelung sieht vor, dass die Mietkosten bei einer Neuvermietung maximal 10 % über dem Niveau der ortüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Diese ergibt sich aus dem Mietspiegel einer Stadt. Die Länder, in denen die Mietpreisbremse durchgesetzt werden soll, haben die Chance selber die Regionen festzulegen, die von der Neuregelung betroffen sein sollen. In diesen Gebieten soll die Mietpreisbremse für fünf Jahre bestehen.

Ausgenommen vom dem Gesetz sind Neubauten sowie Erstvermietungen nach einer umfänglichen Modernisierung. Dies dient einmal dem Zweck, Investitionen in diese Richtung nicht zu hindern, sondern zu fördern. Zum anderen werden die Mieter ebenfalls davon profitieren.

Ferner ist vorgesehen, eine rechtmäßig vereinbarte Miete bei einer Wiedervermietung bestehen zu lassen. Der Vermieter muss seine freigewordene Wohnung demnach nicht unter dem Wert der bisherigen Miete vermieten.

Mieter werden künftig entlastet

Mit der Mietpreisbremse soll ein sogenanntes „Bestellerprinzip“ für Mietwohnungen eingeführt werden.

Danach sollen die  Kosten für einen Makler  in der Zukunft nach dem “wer bestellt, der bezahlt” Prinzip bezahlt werden, was im Grunde bedeutet, dass derjenige die Gebühren für einen Makler tragen soll, der ihn auch einschaltet. Somit wird dieser Teil in den meisten Fällen voraussichtlich  auf die Vermieter zurück fallen und die Mieter werden entlastet. Wir werden dieses Prinzip und die genaue Ausgestaltung des Gesetzes auf uns zukommen lassen und uns darauf einstellen.

Vorstellbar ist zunächst eine rückläufige Anfrage nach Immobilienmaklern in Hannover von Seiten der Vermieter. Sie werden wahrscheinlich versuchen ihre Wohnungen eigenständig zu vermieten. Allerdings könnte sich dieses Vorhaben schwieriger als gedacht gestalten, weswegen Vermieter trotzdem auf die Hilfe eines Maklers zurückgreifen werden. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Vermieter letztendlich entscheiden.

Die Schwierigkeiten die durch die Mietpreisbremse auf Immobilienmakler in Hannover zukommen könnten, halten sich unserer Meinung nach, relativ gering. Denkbar wäre aber ein Umsatzrückgang durch das Bestellerprinzip.

Was halten wir persönlich vom dem Gesetz?

Da die Mietpreisbremse eher die Vermieter als die Makler betrifft, müssen wir uns nicht allzu umfassend damit auseinandersetzten. Wir müssen uns im Grunde nur darauf einstellen.

Am 7. November soll sich der Bundesrat jedoch noch einmal beraten. Die Ausschüsse werden voraussichtlich Empfehlungen zugunsten der Immobilienmakler in Hannover in Bezug auf das  Bestellerprinzip geben.  Zunächst bleibt die genaue Ausgestaltung des Gesetzes abzuwarten.