Der Ablauf ist in sechs klaren Phasen strukturiert. Jeder Schritt wird von Ihrem Partnermakler vorbereitet, begleitet und dokumentiert.
1. Bedarfsanalyse und Finanzierungsrahmen #
Im ersten Gespräch definieren Sie Lagewünsche, Haustyp, Zimmeranzahl und Zeitrahmen. Ihr Partnermakler prüft, ob Ihre Vorstellungen zum aktuellen Markt in Burgdorf passen. Parallel klären Sie die Finanzierung: Eine schriftliche Bestätigung Ihrer Bank oder eines Finanzierungspartners aus unserem Netzwerk verschafft Ihnen Verhandlungssicherheit. Tipp: Lassen Sie sich nicht nur den maximalen Kreditrahmen nennen, sondern auch die monatliche Rate inklusive Nebenkosten und Rücklagen.
2. Gezielte Objektsuche und Vorauswahl #
Ihr Makler durchsucht nicht nur Portale, sondern nutzt sein lokales Netzwerk – Eigentümer, die noch nicht öffentlich inserieren, Erben, die diskret verkaufen möchten, Bauträger mit Restkontingenten. Jedes Objekt wird vorab auf Plausibilität geprüft: Angebotspreis im Vergleich zu Bodenrichtwerten und Vergleichsverkäufen, Energieausweis vorliegend, Baulastenfreiheit im Grundbuch ersichtlich. Sie erhalten nur Exposés, die diese Filter passiert haben.
3. Besichtigung mit Prüfprotokoll #
Vor Ort geht Ihr Partnermakler nach einem festen Checklisten-Schema vor: Tragwerk, Dachhaut, Fenster, Heizungstechnik, Elektroverteilung, Feuchteschutz, Schadstoffverdacht (Asbest, PCP, Formaldehyd). Er fotografiert Mängel, misst Feuchtewerte an kritischen Stellen und fragt gezielt nach Sanierungsrechnungen, Wartungsnachweisen, Protokollen der Eigentümerversammlungen (bei ETW). Nach jedem Termin erhalten Sie ein einseitiges Protokoll mit Bewertungsskala (gut / prüfen / sanieren) und Kostenschätzung für anstehende Maßnahmen.
Bevor Sie ein
Gebot abgeben, lässt Ihr Makler die relevanten Unterlagen prüfen: Grundbuchauszug (Abteilung II und III),
Baulastenverzeichnis, Altlastenkataster, Bebauungsplan, Teilungserklärung. Auf Wunsch beauftragt er einen Sachverständigen für ein Kurzgutachten nach ImmoWertV (Vergleichswert- oder Sachwertverfahren). Das gibt Ihnen eine verhandlungsfeste Obergrenze. In Burgdorf liegen die Bodenrichtwerte 2024 je nach Ortsteil zwischen 250 und 480 Euro/m² – diese Spanne fließt direkt in die Bewertung ein.
5. Verhandlung und notarieller Kaufvertrag #
Ihr Makler führt die Preisverhandlung schriftlich und begründet: Anhand von drei bis fünf referenzierbaren Vergleichsverkäufen der letzten 18 Monate, abzüglich geschätzter Sanierungskosten, plus marktüblicher Verhandlungsspanne. Einigt man sich, stimmt der Notar den Vertragsentwurf ab. Ihr Makler prüft diesen auf: Kaufpreiszahlungsplan, Übergabetermin, Gewährleistungsausschlüsse (Altbau vs. Neubau), Rücktrittsrechte bei Finanzierungsscheitern, Übernahme bestehender Mietverhältnisse. Änderungen lässt er vor Beurkundung einarbeiten.
6. Beurkundung, Zahlung und Übergabe #
Beim Notartermin werden alle Parteien identifiziert, der Vertrag verlesen, Fragen geklärt, unterschrieben. Die Auflassungsvormerkung wird sofort beim Grundbuchamt Burgdorf beantragt. Die Kaufpreisfälligkeit tritt ein, sobald: Vormerkung eingetragen, Grundschuldbestellung vollzogen, letzte Grundbuchbelastungen gelöscht, ggf. Vorkaufsrechtsverzicht der Gemeinde vorliegt. Ihr Makler erstellt ein detailliertes Übergabeprotokoll: Zählerstände, Schlüsselanzahl, Mängelliste, übergebene Unterlagen (Pläne, Rechnungen, Gewährleistungsnachweise). Erst nach vollständiger Zahlung und Übergabe wird die Eigentumsumschreibung im Grundbuch veranlasst.
Ihr Partnermakler bleibt bis zur endgültigen Grundbucheintragung Ihr Ansprechpartner – auch für die Koordination von Ummeldungen, Versicherungswechsel und Handwerkerterminen für erste Sanierungsschritte.