Der Baubestand in Hainholz ist überwiegend älter, entsprechend entscheidet der Sanierungsstand über den realen Preis. Ein gepflegter Eindruck ersetzt keine technische Prüfung.
Baujahr, Bauweise und Genehmigungen. Baujahr, tragende Konstruktion, Keller, Dachform und Baustoffe zeigen die typischen Schwachstellen an, bei Vorkriegsbauten etwa Feuchtigkeit im Keller, Holzbalkendecken und der Zustand der Fenster. Verlangen Sie Baubeschreibung, Grundrisse, Wohnflächenberechnung und, sofern vorhanden, Einsicht in die Bauakte. Bei Anbauten und Dachausbauten ist zu klären, ob die Ausführung den Genehmigungen entspricht.
Sanierungsstand mit Nachweisen. Entscheidend ist nicht, was saniert wurde, sondern was belegt ist. Lassen Sie sich Rechnungen, Wartungsunterlagen und Fachunternehmererklärungen zu Dach, Fassade, Fenstern, Elektrik, Wasser- und Abwasserleitungen zeigen, jeweils mit Jahr der Maßnahme. Eine mündlich zugesicherte Sanierung ist im Kaufvertrag nichts wert.
Energieausweis. Beim Verkauf eines Bestandshauses ist ein erforderlicher Energieausweis spätestens zur Besichtigung zugänglich zu machen, geregelt im Gebäudeenergiegesetz, §§ 80 ff. Energieausweise sind grundsätzlich zehn Jahre ab Ausstellung gültig; gesetzliche Ausnahmen bestehen unter anderem für bestimmte kleine Gebäude und unter Voraussetzungen für Baudenkmäler. Prüfen Sie Ausweisart, denn Verbrauchs- und Bedarfsausweis beruhen auf unterschiedlichen Grundlagen, außerdem Ausstellungsdatum, Kennwert, Energieträger und Modernisierungsempfehlungen.
Heizung. Relevant sind Wärmeerzeuger, Baujahr, Brennstoff, Wartungszustand und Wärmeverteilung. Aus dem Alter allein folgt noch keine belastbare Kostenschätzung: Ein Fachbetrieb sollte beurteilen, welche Reparaturen oder welcher Austausch technisch und rechtlich zu erwarten sind.
Grundstück und Rechtslage. Grundbuchauszug, Flurkarte und Baulastenverzeichnis zeigen Dienstbarkeiten, Wege- und Wohnrechte sowie baurechtliche Einschränkungen.
Aus diesen Punkten entsteht eine Investitionsliste, die sich in den Kaufpreis verhandeln lässt. Genau dafür ist regionale Marktkenntnis nützlich: Der Partnermakler weiß, welcher Zustand in diesem Stadtteil normal ist und welcher Abschlag durchsetzbar bleibt.