Wenn Sie ein Haus kaufen in Isernhagen-Süd, Hannover bietet hierfür gute Rahmenbedingungen, aber die Kaufentscheidung steht und fällt mit der gründlichen Prüfung des konkreten Gebäudes. Die folgenden Aspekte sollten Sie bei jedem Objekt systematisch abarbeiten.
Bausubstanz. Die wesentlichen Bauteile wie Dach, Fassade, Keller und Fenster bestimmen den zukünftigen Instandhaltungsaufwand. Auch die Elektrik und die Heizungsanlage spielen eine zentrale Rolle. Gerade bei älteren Bestandshäusern empfiehlt es sich, einen unabhängigen Bausachverständigen zur Besichtigung hinzuzuziehen. Dieser Fachmann erkennt verborgene Mängel und Feuchtigkeitsschäden, die ein Laie bei einer routinemäßigen Begehung leicht übersieht.
Energie und Folgekosten. Der Energieausweis ist bei jedem Hausverkauf vorzulegen und gehört zu den Dokumenten, die Sie vor einer Besichtigung anfordern sollten. In Kombination mit dem Zustand von Heizung und Dämmung liefert der Ausweis eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Nebenkosten und des potenziellen Modernisierungsbedarfs. Diese Zahlen fließen direkt in Ihr monatliches Budget ein.
Grundstück und Zuschnitt. Die Größe des Grundstücks, die Ausrichtung des Hauses und der lokale Bebauungsplan entscheiden darüber, ob spätere Anbauten, ein Carport oder eine überdachte Terrasse überhaupt genehmigungsfähig sind. Ein Blick in den Bebauungsplan vor dem Kauf klärt verbindlich, was auf dem Grundstück zulässig ist.
Rechtslage. Ein aktueller Grundbuchauszug informiert über die Eigentumsverhältnisse, eingetragene Grundschulden, Wegerechte und sonstige Belastungen. Bei Häusern auf Erbbaugrundstücken muss zusätzlich der vollständige Erbbaurechtsvertrag geprüft werden. Eventuelle Baulasten oder ein Verdacht auf Altlasten werden über die zuständigen städtischen Register abgefragt.
Unterlagen und Dokumentation. Grundrisse, die Wohnflächenberechnung, die ursprüngliche Baubeschreibung und Rechnungen über durchgeführte Sanierungen geben Aufschluss über die Pflege des Hauses durch die Vorbesitzer. Fehlende Unterlagen sind kein zwingendes Ausschlusskriterium, stellen aber einen wichtigen Anker für Preisverhandlungen dar.
Kaufnebenkosten. Neben dem reinen Kaufpreis fallen die Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls die Maklerprovision an. Diese Beträge müssen von Anfang an in Ihre Finanzierung eingereicht sein, da sie sofort bei Vertragsabschluss fällig werden und einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen.