Bei älteren Häusern entscheidet der Modernisierungsgrad darüber, ob ein niedriger Kaufpreis ein echtes Schnäppchen oder ein finanzielles Risiko darstellt. Prüfen Sie jedes Objekt individuell nach folgenden Punkten:
. Dach: Alter der Eindeckung, Zustand der Dachhaut und Dämmung der obersten Geschossdecke.
. Fenster und Türen: Art der Verglasung, Dichtigkeit und Alter der Elemente.
. Heizung: Baujahr, Energieträger, aktueller Zustand und absehbarer Austauschbedarf.
. Elektrik und Leitungen: Alter der Installationen, Zustand des Zählerschranks sowie der Wasser- und Abwasserleitungen.
. Keller und Fundament: Anzeichen von Feuchtigkeit, Risse, Geruch oder Spuren früherer Trocknungsmaßnahmen.
. Anbauten: Prüfung, ob Umbauten genehmigt wurden und die entsprechenden Unterlagen vorliegen.
Ein wichtiger rechtlicher Punkt: Verkäufer oder Makler müssen Kaufinteressenten spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis oder eine Kopie davon vorlegen. Nutzen Sie dieses Dokument aktiv. Der Energieausweis ist Ihr erster objektiver Anhaltspunkt zum energetischen Zustand und dient als Basis für Gespräche über anstehende Sanierungen.
Bei einem Objekt, das Sie ernsthaft kaufen möchten, ist die Hinzuziehung eines Gutachters oder eines erfahrenen Handwerkers bei der zweiten Besichtigung die beste Investition. Fachleute erkennen Mängel oft in kurzer Zeit, die für Laien unsichtbar bleiben.