Die Kaltmiete ist bei einem Haus der kleinere Teil der Wahrheit. Größere Fläche, mehr Außenhülle und eigene Außenanlagen heben die Nebenkosten spürbar über das an, was Sie aus einer Wohnung kennen.
Nettokaltmiete: die Miete für das Haus und die mitvermieteten Flächen.
Betriebskosten: Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Gebäudeversicherung und bestimmte Wartungskosten, soweit im Mietvertrag wirksam umgelegt.
Heizkosten: häufig direkt mit dem Versorger abgerechnet. Verbrauch, Dämmstandard, Fläche und Heiztechnik entscheiden, und bei einem älteren, freistehenden Haus schwanken sie im Winter erheblich.
Strom und Telekommunikation: schließen Sie als Mieter selbst ab.
Garage oder Stellplatz: klären Sie, ob in der Kaltmiete enthalten oder separat vermietet.
Pflege außen: Gartenarbeit und Winterdienst kosten Zeit, Geräte und manchmal einen Dienstleister.
Als Faustformel: Monatliche Wohnkosten gleich Kaltmiete plus umlagefähige Betriebskosten plus Heizkosten plus Strom plus zusätzliche Mietbestandteile. Rechnen Sie einen Puffer für die Heizperiode ein.
Den wichtigsten Beleg dafür bekommen Sie am Termin: Bei einer Vermietung muss der Energieausweis nach § 80 Gebäudeenergiegesetz spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden. Fragen Sie ergänzend nach Alter der Heizung, bisherigen Verbrauchswerten und geplanten energetischen Maßnahmen. Ob sich statt Miete ein Kauf lohnt, ist eine eigene Rechnung und Thema der Kaufseite.