Die Preisfindung ist ein notwendiger Schritt im Verkaufsprozess, nicht sein Selbstzweck. Der Angebotspreis muss zu Objekt, Mikrolage, Zustand und aktueller Nachfrage passen. Ein zu hoher Einstieg führt dazu, dass ein Angebot lange sichtbar bleibt und Interessenten es als Ladenhüter lesen. Ein zu niedriger Preis verschenkt Erlös und Verhandlungsspielraum.
In die Einordnung gehören Grundstücksgröße und Zuschnitt, Wohnfläche, Baujahr, energetischer Zustand, Modernisierungsstand, Grundriss, Nebengebäude sowie rechtliche Besonderheiten. Das niedersächsische Bodenrichtwertinformationssystem BORIS.NI stellt Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktinformationen bereit. Ein Bodenrichtwert bezieht sich allerdings auf ein typisches Grundstück innerhalb einer Zone und ersetzt keine individuelle Wertermittlung, erst recht nicht bei einem bebauten Grundstück.
Entscheidend für den Verkauf ist am Ende nicht der Durchschnitt, sondern die Frage, welcher Preis sich gegenüber einem ernsthaften Käufer und dessen Bank nachvollziehbar begründen lässt.