Die Käuferansprache in der Calenberger Neustadt zerfällt in zwei Gruppen, und die Vermarktungsunterlage muss beide bedienen.
Innenstadtnahe Eigennutzer. Sie kaufen die Lage zwischen Leine und Ihme, den fußläufigen Weg in die Innenstadt und den Charakter des gewachsenen Quartiers. Diese Gruppe reagiert auf Grundriss, Licht, Zustand und Wohnumfeld. Für sie sind gute Fotos, ein sauberer Grundriss und ehrliche Angaben zum Sanierungsstand wichtiger als jede Renditerechnung. Der historische Kern des Stadtteils, etwa die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis mit der Grabstätte von Gottfried Wilhelm Leibniz, gehört in die Objektbeschreibung nur so weit, wie er die Lage konkret macht. Ein Stadtteilportrait ersetzt kein Exposé.
Kapitalanleger für Gründerzeit- und Altbauwohnungen. Sie fragen zuerst nach Zahlen und Papieren: Mietverträge, Instandhaltungsrücklage, beschlossene Sanierungen, Verwaltervertrag, Aufteilungsplan. Wer diese Unterlagen digital und vollständig bereithält, verkürzt die Prüfphase erheblich. Wer sie nachreichen muss, verliert Wochen.
Praktisch heißt das: Erstellen Sie eine digitale Unterlagenmappe, die Sie nach der Besichtigung geschlossen übergeben können. Prüfen Sie vor der Reservierung eine Finanzierungsbestätigung der Bank, keine bloße Absichtserklärung. Und führen Sie Besichtigungen als Einzeltermine, wenn das Objekt bewohnt oder vermietet ist. Bei vermieteten Wohnungen brauchen Sie zudem die Terminabstimmung mit dem Mieter, der Zutritt ist nicht selbstverständlich.