Eigentumswohnungen #
Beim Verkauf einer Eigentumswohnung entscheidet nicht allein der Zustand der Räume. Käufer und finanzierende Banken betrachten ebenso die gesamte Wohnungseigentümergemeinschaft. Dazu gehören das Gemeinschaftseigentum, die Höhe der Rücklagen, geplante Sanierungen, frühere Beschlüsse und mögliche Sonderumlagen.
Vor dem Vermarktungsstart prüfen wir deshalb, welche Unterlagen vorhanden sind und welche Informationen noch bei der Verwaltung angefordert werden müssen. Aus Grundriss, Wohnungsmerkmalen, Hauszustand und Mikrolage entsteht anschließend eine Positionierung, die zur tatsächlichen Zielgruppe passt.
Eine bezugsfreie Altbauwohnung kann Eigennutzer ansprechen, die Wert auf ein urbanes Umfeld und individuelle Architektur legen. Eine kleinere oder bereits vermietete Einheit ist häufig für Kapitalanleger interessanter. Diese Gruppen stellen unterschiedliche Fragen und benötigen eine entsprechend angepasste Präsentation.
Vermietete Wohnungen und Mehrfamilienobjekte #
Beim Verkauf einer vermieteten Immobilie bleibt das bestehende Mietverhältnis grundsätzlich bestehen. Der Erwerber tritt nach § 566 BGB in die Rechte und Pflichten des Vermieters ein. Für Kapitalanleger sind daher nicht nur Lage und Ausstattung relevant, sondern insbesondere die Qualität und Dokumentation des Mietverhältnisses.
Benötigt werden unter anderem Mietvertrag, Nachträge, Angaben zur Miethöhe, Betriebskostenabrechnungen, Informationen zur Kaution und eine nachvollziehbare Übersicht über Zahlungen. Personenbezogene Daten werden dabei nur im erforderlichen und rechtlich zulässigen Umfang weitergegeben.
Eine bestehende Vermietung ist nicht pauschal ein Vor- oder Nachteil. Sie kann einem Anleger unmittelbar planbare Einnahmen bieten. Für Eigennutzer kann sie dagegen die Verfügbarkeit einschränken. Die Käuferansprache sollte deshalb von Beginn an auf Interessenten ausgerichtet werden, deren Erwerbsziel mit dem bestehenden Mietverhältnis vereinbar ist.
Wohn- und Geschäftshäuser #
Wohn- und Geschäftshäuser in einer urbanen Mischnutzungslage verlangen eine besonders sorgfältige Aufbereitung. Käufer bewerten die Wohn- und Gewerbeanteile häufig getrennt und führen sie anschließend in einer Gesamtbetrachtung zusammen. Entscheidend sind unter anderem die Laufzeiten der Mietverträge, Umsatzsteuerregelungen, Nebenkostenvereinbarungen, Nutzungsmöglichkeiten, Leerstände und anstehende Instandhaltungen.
Bei Gewerbeeinheiten spielt zudem die konkrete Nutzbarkeit eine wichtige Rolle. Gastronomie, Ladenlokal, Büro oder sonstige gewerbliche Nutzung stellen unterschiedliche Anforderungen an Genehmigungen, technische Ausstattung und Käuferkalkulation. Diese Punkte sollten vor einer Vermarktung geklärt werden, damit Interessenten die Ertragssituation und mögliche Risiken belastbar beurteilen können.
Für solche Objekte eignet sich häufig eine diskrete und gezielte Ansprache qualifizierter Investoren besser als eine ausschließlich auf Reichweite ausgerichtete Veröffentlichung.