Hausverkauf #
Bei einem Einfamilien-, Reihen- oder Mehrfamilienhaus prüfen Interessenten vor allem Baujahr, Wohnfläche, Grundriss, Grundstück und energetischen Zustand. Dach, Fenster, Heizung, Elektrik und Feuchtigkeit sind die Punkte, an denen Kaufentscheidungen kippen, weil sie sich unmittelbar in Investitionskosten übersetzen lassen. Nennen Sie deshalb früh, welche Arbeiten bereits erledigt sind und wo Investitionsbedarf bleibt. Ein offen benannter Sanierungsstau kostet in der Regel weniger als ein während der Besichtigung entdeckter.
Wohnungsverkauf #
Bei einer Eigentumswohnung wird nicht nur die Einheit bewertet, sondern auch die Gemeinschaft. Interessenten und finanzierende Banken fragen regelmäßig nach Hausgeld, Instandhaltungsrücklage, den letzten Eigentümerbeschlüssen, geplanten Maßnahmen und möglichen Sonderumlagen. Eine beschlossene, aber noch nicht finanzierte Fassadensanierung gehört auf den Tisch, bevor sie im Protokoll gefunden wird.
Ist die Wohnung vermietet, kommen Mietvertrag, aktuelle Miethöhe, Nebenkostenabrechnungen und etwaige Zusatzvereinbarungen hinzu. Die Vermietung betrachten wir hier ausschließlich als Bestandteil des Verkaufs: Sie entscheidet darüber, ob Kapitalanleger oder Selbstnutzer die passende Zielgruppe sind und welche Übergabebedingungen überhaupt möglich sind.
Grundstücksverkauf #
Beim Grundstück zählen Bebaubarkeit, Erschließung, Zuschnitt, Zufahrt und eingetragene Belastungen. Je nach Lage sind Bebauungsplan,
Bauvoranfrage oder eine Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis die Unterlagen, die den Preis überhaupt erst begründbar machen.
Amtliche Informationen der Gutachterausschüsse zum niedersächsischen Immobilienmarkt stellt BORIS Niedersachsen bereit. Der Bodenrichtwert kann bei Grundstücken ein Datenbaustein sein, ersetzt aber keine Einordnung des konkreten Zuschnitts und der konkreten Bebaubarkeit. Eine ausführliche Erläuterung dazu finden Sie auf unserer Spezialseite zu Bodenrichtwerten.