Die Kaufnebenkosten sind der Teil des Budgets, der sich nicht verhandeln lässt, und sie entscheiden mit darüber, welcher Objekttyp in Bemerode für Sie überhaupt erreichbar ist. Rechnen Sie mit einer Größenordnung von rund 8 bis 10 Prozent des Kaufpreises, je nachdem, ob ein Makler beteiligt ist.
Grunderwerbsteuer. In Niedersachsen beträgt sie 5,0 Prozent des Kaufpreises. Sie fällt auf den Kaufpreis der Immobilie an, nicht auf mitverkaufte bewegliche Sachen wie eine Einbauküche, sofern diese im Vertrag gesondert und realistisch ausgewiesen sind.
Notar und Grundbuchamt. Hierfür fallen üblicherweise rund 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises an. Die Gebühren sind im Gerichts- und Notarkostengesetz geregelt und damit nicht verhandelbar. Ein günstigerer Notar existiert nicht; die Auswahl des Notars ist eine Frage der Erreichbarkeit und Beratung, nicht des Preises.
Maklerprovision. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt beim Kauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen durch Verbraucher die gesetzliche Teilung der Maklerkosten nach den Paragrafen 656a bis 656d BGB. Der Käufer trägt höchstens die Hälfte der vereinbarten Provision, und sein Anteil wird erst fällig, wenn der Verkäufer den eigenen Anteil nachweislich gezahlt hat.
Stellen Sie diese Rechnung auf, bevor Sie die erste Besichtigung vereinbaren. Wer die Nebenkosten erst nach der Zusage kalkuliert, entdeckt im ungünstigsten Fall, dass das Wunschobjekt im gewählten Typ gar nicht finanzierbar ist und der gesamte Suchprozess von vorn beginnt.