Unabhängig davon, ob Sie am Ende eine Wohnung oder ein Haus kaufen, entscheiden dieselben sieben Punkte darüber, ob ein Angebot tragfähig ist.
Zustand und Sanierungsstand. Trennen Sie zwischen optischen Mängeln und Substanzthemen. Fenster, Dach, Leitungen, Heizung und Elektrik bestimmen das Investitionsvolumen der nächsten zehn Jahre, die Küche tut das nicht.
Energetischer Zustand. Für Wohngebäude ist beim Verkauf grundsätzlich ein Energieausweis vorzulegen beziehungsweise zugänglich zu machen; die gesetzlichen Einzelheiten regelt das Gebäudeenergiegesetz. Lassen Sie sich den Ausweis früh zeigen. Er ist kein Formalakt, sondern das erste belastbare Dokument zu Verbrauch, Energieträger und Modernisierungsempfehlungen.
Rechtliche Lage im Grundbuch. Wegerechte, Leitungsrechte, Nießbrauch oder Erbbaurecht verändern den Wert eines Objekts erheblich. Verschaffen Sie sich einen aktuellen Grundbuchauszug, bevor Sie in die Preisverhandlung gehen.
Unterlagenpaket. Ein Verkäufer, der Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Teilungserklärung oder Baugenehmigung nicht vorlegen kann, verlängert Ihren Finanzierungsprozess. Banken bepreisen fehlende Unterlagen indirekt über Bearbeitungszeit und Sicherheitsabschläge.
Bodenwert als Plausibilitätsanker. Der Grundstücksmarktbericht und die Bodenrichtwerte für Hannover werden vom zuständigen Gutachterausschuss beziehungsweise über das niedersächsische Bodenrichtwertinformationssystem bereitgestellt. Für Häuser und Grundstücke in Linden-Mitte ist das der schnellste Weg, einen aufgerufenen Preis grob einzuordnen.
Vermietungsstatus. Eine vermietete Einheit kaufen Sie mit Vertrag. Für Selbstnutzer ist das ein Zeit- und Rechtsthema, für Kapitalanleger dagegen häufig genau das gewünschte Profil.
Stellplatz und Nebenflächen. Keller, Abstellraum, Fahrradunterstand und Stellplatz sind in dichter Bebauung knapp. Prüfen Sie, ob sie zum Sondereigentum gehören, nur Sondernutzungsrecht sind oder separat angemietet werden müssen.