1. Anfrage zum konkreten Objekt. Sie melden sich zu einem Objekt aus der Übersicht oder legen einen Suchauftrag an. Nennen Sie dabei Ihren Zeitrahmen und geben Sie an, ob bereits eine Finanzierungsbestätigung vorliegt. Das beschleunigt alle weiteren Schritte.
2. Unterlagen sichten. Vor der Besichtigung erhalten Sie die Objektunterlagen. Beim Verkauf oder bei der Besichtigung eines Gebäudes können Pflichten zur Vorlage beziehungsweise Zugänglichmachung eines Energieausweises bestehen, wie § 80 des Gebäudeenergiegesetzes vorsieht. Bei Wohnungen kommen die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft hinzu.
3. Besichtigung. Planen Sie mindestens eine Stunde ein. Bringen Sie zum zweiten Termin eine fachkundige Begleitung mit, etwa einen Bausachverständigen, und fotografieren Sie Zähler, Heizungsanlage, Dachstuhl und Keller für Ihre Unterlagen.
4. Finanzierung final klären. Mit den vollständigen Objektunterlagen erstellt Ihre Bank ein verbindliches Angebot. Neben dem Kaufpreis sollten Käufer insbesondere Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision in die Finanzierung einrechnen. Diese Positionen sind kein Detail: Sie machen einen erheblichen Anteil der Gesamtsumme aus und müssen in der Regel aus Eigenmitteln gedeckt werden.
5. Kaufpreisverhandlung und Reservierung. Ihr Angebot geht an die verkaufende Seite. Wird es angenommen, wird das Objekt für die Dauer der Vertragsvorbereitung nicht weiter angeboten.
6. Notartermin. Ein Vertrag über den Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie muss in Deutschland notariell beurkundet werden, § 311b Absatz 1 BGB. Der Notar sendet den Vertragsentwurf vorab zu. Nutzen Sie die Zeit bis zur Beurkundung, um den Entwurf in Ruhe zu lesen und Fragen zu sammeln.
7. Kaufpreiszahlung und Übergabe. Nach der Beurkundung schafft der Notar die Voraussetzungen für die Fälligkeit des Kaufpreises. Sie zahlen, die Übergabe wird protokolliert, und die Eintragung als Eigentümer im Grundbuch folgt anschließend.