Ein Immobilienverkauf in der Oststadt beginnt selten mit einer Besichtigung. Er beginnt mit Entscheidungen: Welcher Angebotspreis ist begründbar? Welche Unterlagen fehlen noch? Braucht es überhaupt einen Makler, und woran erkennt man vor der Beauftragung, ob die Leistung ihr Geld wert ist? Wer diese Fragen früh klärt, verkauft nicht unbedingt schneller, aber deutlich kontrollierter.
Dieser Ratgeber richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer, die den Verkauf einer Eigentumswohnung, eines Mehrfamilienhauses oder eines anderen Objekts in Hannover-Oststadt vorbereiten oder Maklerangebote vergleichen. Er beschreibt Auswahlkriterien, Leistungsumfang, Bewertungsgrundlagen, Unterlagen und den Weg bis zur notariellen Beurkundung. Er ist keine Objektbörse und enthält keine Übersicht aktuell angebotener Kauf- oder Mietimmobilien.
Die Oststadt gehört zum hannoverschen Stadtbezirk Mitte. Ein Durchschnittswert für Hannover oder für den gesamten Stadtbezirk taugt trotzdem kaum als Preisgrundlage: Lage, Baualter, Grundrisszuschnitt, Zustand und Wohnumfeld unterscheiden sich innerhalb weniger Straßenzüge erheblich.
Bei Eigentumswohnungen wirken Geschoss, Aufzug, Balkon oder Loggia, Schnitt, Modernisierungsstand und die wirtschaftliche Lage der Eigentümergemeinschaft auf den erzielbaren Preis. Bei Mehrfamilienhäusern rücken Mieterträge, Bewirtschaftungskosten, Restlaufzeiten der Mietverträge und der absehbare Instandhaltungsbedarf in den Vordergrund. Stellplätze, Hinterhäuser, Innenhoflagen und gewerblich genutzte Einheiten verschieben zusätzlich die Zielgruppe und damit die Vermarktung.
Ein ortskundiger Makler bewertet diese Merkmale nicht pauschal. Er kann erklären, welche Eigenschaften für die konkrete Käufergruppe zählen und welche Vergleichsobjekte überhaupt aussagekräftig sind. Genau das lässt sich schon im Erstgespräch prüfen.