Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Investition. Hinzu kommen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, eine mögliche Maklerprovision sowie kurzfristig notwendige Modernisierungen. Erst die Summe dieser Positionen bildet eine belastbare Grundlage für die Renditeberechnung.
Die Bruttomietrendite bietet eine erste Orientierung:
Jahresnettokaltmiete geteilt durch die Gesamtinvestition, multipliziert mit 100.
Für die tatsächliche Ertragskraft ist die Nettomietrendite aussagekräftiger. Von den Mieteinnahmen werden unter anderem Verwaltungskosten, laufende Instandhaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten und ein angemessener Leerstandsansatz abgezogen. Bei einer Eigentumswohnung müssen zudem der nicht umlagefähige Anteil des Hausgelds und mögliche Sonderumlagen berücksichtigt werden.
Auch die Finanzierung braucht einen Belastungstest. Zins, Tilgung und Bewirtschaftungskosten sollten selbst bei einem vorübergehenden Mietausfall oder einer größeren Reparatur tragbar bleiben. Die Wertermittlung ist dabei kein separates Hauptangebot, sondern Bestandteil der Anlageprüfung. Sie hilft, den geforderten Kaufpreis im Verhältnis zu Ertrag, Zustand und Risiken einzuordnen.