Schritt 1: Digitale Ersteinschätzung #
Im ersten Schritt erfassen Sie die Eckdaten Ihrer Immobilie: Adresse, Objektart, Wohn- und Grundstücksfläche, Baujahr, Zustand und Ausstattung. Aus diesen Angaben und den verfügbaren Marktdaten entsteht eine erste Wertspanne. Dieser Schritt dauert nur wenige Minuten und ist der übliche Einstieg.
Die Qualität dieser Einschätzung hängt vollständig an der Qualität Ihrer Angaben. Wer die Wohnfläche schätzt, statt sie aus dem Grundriss zu übernehmen, bekommt eine entsprechend unscharfe Antwort zurück. Wer das Baujahr der Heizung nicht kennt, muss mit einer breiteren Spanne rechnen. Die Faustregel lautet: Was Sie präzise eingeben, kommt präzise heraus.
Schritt 2: Plausibilisierung mit lokalen Daten #
Die automatisch erzeugte Spanne wird anschließend gegen die tatsächliche Marktlage in Ehra-Lessien geprüft. Dazu gehören amtliche Bodenrichtwerte, beobachtete Angebots- und Abschlusspreise vergleichbarer Objekte sowie die Frage, wie viele Interessenten in diesem Segment überhaupt aktiv sind.
In einer Gemeinde mit überschaubarem Transaktionsvolumen ist dieser Schritt besonders wichtig. Reine Statistikmodelle werden bei dünner Datenlage anfällig, weil sie auf wenige Fälle zurückgreifen oder auf Durchschnitte größerer Regionen ausweichen müssen. Die Plausibilisierung korrigiert genau diesen Effekt, indem sie prüft, ob die Modellwerte zur beobachtbaren Realität vor Ort passen.
Schritt 3: Optionale Vor-Ort-Prüfung #
Wenn Sie eine belastbare Zahl brauchen, folgt die Besichtigung. Erst vor Ort lassen sich der Zustand der Bausubstanz, der tatsächliche Sanierungsstand, die Grundrissqualität, Belichtung, die Lärmsituation und der Zuschnitt des Grundstücks beurteilen. Die Vor-Ort-Prüfung verengt die Spanne deutlich, weil sie die Annahmen ersetzt, mit denen das digitale Modell arbeiten musste. Auch dieser Schritt ist unverbindlich: Sie entscheiden danach frei, wie es weitergeht.