Zimmerzahl und Grundriss. Die Zimmerzahl bestimmt, wofür die Wohnung taugt: Zwei Zimmer passen zu Singles und Paaren, ab drei Zimmern wird die Wohnung familientauglich oder erlaubt ein separates Arbeitszimmer. Prüfen Sie, ob der Grundriss die Zimmerzahl praktisch einlöst, etwa über einen eigenen Flur statt Durchgangszimmer, und achten Sie auf Raumgrößen, Abstellflächen und die Lage von Küche und Bad.
Wohnfläche. Die Quadratmeterzahl ist die Bezugsgröße für den Kaufpreis und spätere Nebenkosten. Lassen Sie sich die Wohnflächenberechnung vorlegen und klären Sie, wie Balkon, Terrasse oder Flächen unter Dachschrägen berücksichtigt wurden. Entscheidend ist, wie viel Fläche tatsächlich nutzbar ist.
Hausgeld. Das monatliche Hausgeld deckt Betriebskosten, Verwaltung und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Es gehört zwingend in Ihre Kalkulation neben Kaufpreis und Finanzierungsrate. Fragen Sie nach der Höhe der Rücklage, nach den Protokollen der letzten Eigentümerversammlungen und nach beschlossenen oder absehbaren Sanierungen. Ein niedriges Hausgeld ist kein Vorteil, wenn die Rücklage dafür zu gering ausfällt.
Zustand des Gebäudes. Nicht nur die Wohnung selbst ist relevant. Sehen Sie sich Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Leitungen und Gemeinschaftsflächen an. Bereits beschlossene Maßnahmen können nach dem Kauf zusätzliche Zahlungen auslösen.
Nutzungsstatus. Entscheidend ist, ob die Wohnung frei oder vermietet übergeben wird. Eine freie Wohnung können Sie selbst beziehen. Bei einer vermieteten Wohnung übernehmen Sie das bestehende Mietverhältnis mit allen Rechten und Pflichten, ein kurzfristiger Einzug ist dann nicht möglich.
Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung. Sie regeln, was Ihnen allein gehört, was der Gemeinschaft gehört und welche Sondernutzungsrechte bestehen, etwa an Stellplatz, Keller oder Garten.