Finanzierung #
Klären Sie vor der ersten Besichtigung, welche Kaufsumme Ihre Bank trägt, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen und wie hoch die monatliche Rate ausfällt. Eine schriftliche Finanzierungsbestätigung ist in einem Ortsteil mit wenigen Angeboten ein echter Vorteil, weil Sie damit ohne Verzögerung verhandeln können. Kalkulieren Sie neben Zins und Tilgung auch das laufende Hausgeld mit ein.
Kaufnebenkosten #
Die Nebenkosten kommen zum Kaufpreis hinzu und werden in der Regel aus Eigenkapital bezahlt. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer, die Kosten für Notar und Grundbucheintrag sowie, je nach Vertragsgestaltung, eine Maklerprovision. Lassen Sie sich die für Ihren Fall geltenden Sätze und Beträge vor der Beurkundung konkret aufstellen, statt mit Faustregeln zu rechnen.
Wohnungseigentümergemeinschaft #
Beim Wohnungskauf erwerben Sie Sondereigentum an Ihrer Wohnung und einen Anteil am Gemeinschaftseigentum. Prüfen Sie deshalb die Teilungserklärung samt Gemeinschaftsordnung, die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, die Beschlusssammlung, den aktuellen Wirtschaftsplan, die Höhe des Hausgeldes und den Stand der Erhaltungsrücklage. Beschlossene oder absehbare Sanierungen am Gemeinschaftseigentum gehören vor die Kaufentscheidung, nicht danach.
Unterlagen #
Fordern Sie frühzeitig an: Grundbuchauszug, Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, Wohnflächenberechnung und Grundriss, Energieausweis, Hausgeldabrechnungen der letzten Jahre sowie Nachweise über durchgeführte Modernisierungen. Fehlen Unterlagen, ist das kein Ausschlussgrund, aber ein Punkt, den Sie vor der Beurkundung geklärt haben sollten.