Wer in Leinhausen eine Eigentumswohnung kaufen möchte, kauft fast immer in einen historisch gewachsenen Bestand hinein: Der Stadtteil im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken im Nordwesten Hannovers ist als Eisenbahnersiedlung rund um das Bahnwerk Hannover-Leinhausen entstanden, und diese Herkunft prägt den Wohnungsbestand bis heute. Für Käuferinnen und Käufer heißt das: Die entscheidende Prüfung findet nicht an der Fassade statt, sondern in den Unterlagen der Eigentümergemeinschaft. Dieser Leitfaden führt vom Objekttyp über die Unterlagenprüfung bis zum Notartermin und zeigt, an welcher Stelle ein regionaler Partnermakler die Arbeit abnimmt.
Der Leinhäuser Wohnungsmarkt besteht im Kern aus drei Gruppen, und jede stellt eine andere Frage an den Kaufinteressenten.
Die erste Gruppe ist der Siedlungs- und Zeilenbau aus der Eisenbahnerzeit. Diese Häuser haben meist überschaubare Einheitenzahlen, klar geschnittene Grundrisse und oft Gartenanteile oder Nebenflächen, die in der Teilungserklärung unterschiedlich geregelt sein können. Hier lohnt der genaue Blick darauf, was tatsächlich Sondereigentum ist und was Gemeinschaftseigentum mit Sondernutzungsrecht.
Die zweite Gruppe sind Nachkriegs-Geschosswohnungen. Sie stellen einen großen Teil des Angebots und bringen die typischen Themen dieser Baujahre mit: Zustand von Dach, Fenstern, Leitungen und Heizungsanlage, Wärmedämmung, Barrierefreiheit, Stellplatzsituation. Ob ein günstiger Kaufpreis wirklich günstig ist, entscheidet sich bei diesen Objekten fast vollständig am Sanierungsstand des Gemeinschaftseigentums.
Die dritte Gruppe ist Neubau, der in Leinhausen nur vereinzelt vorkommt. Das Angebot ist entsprechend dünn, und wer ausschließlich neu bauen oder neu kaufen möchte, sollte diese Einschränkung von Anfang an einkalkulieren.
Weil das Angebot in einem Stadtteil dieser Größe begrenzt ist, entscheidet häufig die Geschwindigkeit. Ein Partnermakler vor Ort kennt Objekte oft, bevor sie breit ausgeschrieben sind.