Beim Wohnungskauf erwerben Sie mehr als die eigenen vier Wände: Sie kaufen Sondereigentum plus einen Anteil am Gemeinschaftseigentum und werden Mitglied der Eigentümergemeinschaft. Diese Kriterien bestimmen Wohnqualität, laufende Kosten und Wiederverkaufswert.
Grundriss und Zuschnitt. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit Durchgangszimmer nutzt sich anders als eine mit klarer Raumaufteilung. Prüfen Sie Stellflächen, Fensterpositionen und ob ein Arbeitsplatz sinnvoll untergebracht werden kann.
Lage im Gebäude. Etage, Ausrichtung, Aufzug, Schall von Straße oder Innenhof. Denken Sie dabei auch an Ihre Situation in zehn oder fünfzehn Jahren, etwa bei einem Dachgeschoss ohne Aufzug.
Zustand der Bauteile. Fenster, Heizung, Elektrik, Bäder und Böden haben unterschiedliche Lebensdauern. Entscheidend ist, wann welches Bauteil zuletzt erneuert wurde, nicht der erste optische Eindruck.
Energetischer Zustand. Der Energieausweis gehört zur ersten Besichtigung. Dämmung, Fenster und Heiztechnik wirken direkt auf Ihre Nebenkosten der kommenden Jahre.
Zugehörige Flächen. Keller, Balkon, Gartenanteil, Stellplatz oder Garage: Klären Sie, ob diese Flächen Sondereigentum sind, per Sondernutzungsrecht zugeordnet sind oder nur faktisch mitgenutzt werden. Das steht in der Teilungserklärung.
Vermietungsstatus. Bei einer vermieteten Wohnung kaufen Sie das bestehende Mietverhältnis mit. Für den Eigenbedarf ist das ein eigener rechtlicher Prozess, der vor dem Gebot geklärt sein muss.