Die Zimmerzahl allein sagt wenig darüber aus, ob eine Wohnung zum Alltag passt. In innerstädtischen Altbauten verschieben Flurflächen, Dachschrägen und Durchgangszimmer die nutzbare Fläche erheblich.
1 Zimmer und Apartments. Interessant für Alleinlebende und Pendler, die Zentralität über Fläche stellen. Prüfen Sie, ob Kochbereich, Schlafbereich und Stauraum sinnvoll voneinander getrennt sind. Bei möblierten Angeboten muss schriftlich klar sein, welche Möbel zur Mietsache gehören und welche Pauschalen zusätzlich zur Grundmiete anfallen.
2 Zimmer. Der häufigste Zuschnitt für Singles mit Platzbedarf und für Paare. Entscheidend ist die Homeoffice-Frage: Funktioniert eines der Zimmer als abschließbarer Arbeitsraum, oder ist es nur über das andere erreichbar? Ein Durchgangszimmer kostet in der Praxis mehr Flexibilität, als die Quadratmeterzahl vermuten lässt.
3 Zimmer. Erlaubt meist die Aufteilung in Wohnen, Schlafen und Arbeiten oder ein Kinderzimmer. Für eine Wohngemeinschaft brauchen Sie annähernd gleich große, separat zugängliche Zimmer und die Klärung, ob eine WG-Nutzung vertraglich vorgesehen oder vom Vermieter ausdrücklich akzeptiert ist.
Ab 4 Zimmern. In zentraler Lage deutlich seltener im Angebot. Für Familien zählen hier neben der Zimmerzahl vor allem Stauraum, Aufzug oder Kinderwagenzugang, ein alltagstauglicher Grundriss und die Wege zu Grünflächen, Betreuung und Haltestelle. Diese Punkte wiegen im Alltag schwerer als ein zusätzliches Ausstattungsmerkmal.