Denkmalschutz

Immobilien Lexikon

CITY IMMOBILIENMAKLER

Bedeutsame Objekte für zukünftige Generationen erhalten

Immobilien repräsentieren nicht nur Zeitgeschichte, sondern prägen auch regionale Identitäten. Ziel des Denkmalschutzes ist es, kulturell und historisch bedeutsame Objekte für zukünftige Generationen zu erhalten. In einem Bundesland ist ein Denkmal jede Immobilie, die in die Denkmalliste eingetragen ist.

Denkmalgeschützte Objekte müssen ein formales Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Verantwortlich für den Schutz und die Erhaltung von Denkmälern ist die Denkmalbehörde. In der Regel wird sie von sich aus tätig und schützt ein Objekt im öffentlichen Interesse. Das Denkmalschutzgesetz (DSchG) regelt die Details.

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Renovierung und Instandhaltung

Immobilien sollten laufend instand gehalten werden, und denkmalgeschützte Objekte müssen unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes so renoviert und saniert werden, dass die Substanz möglichst in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt.

Vor Beginn von Renovierungsarbeiten sollte die Behörde informiert werden. Insbesondere bei Fenstersanierungen stellen die Denkmalschutzbehörden strenge Anforderungen.

Fassaden dürfen nur mit den dazu passenden energieeffizienten Fenstern versehen werden. Bei Renovierungen werden oft detailgetreue Nachbildungen benötigt. Sprossenfenster lassen sich zum Beispiel mit Isolierglas nachbauen. Ähnlich verhält es sich bei Haustüren.

Das Dach muss, falls vorhanden, schiefergedeckt bleiben. Um Energieeffizienz und Denkmalschutz unter einen Hut zu bringen, sind oft Kompromisslösungen notwendig. Die Dämmung der Fassade zum Beispiel wird in der Regel im Inneren des Hauses angebracht.

Besteuerung von Immobilien unter Denkmalschutz

Oft gibt es steuerliche Anreize, sich für eine denkmalgeschützte Immobilie zu engagieren. Da der Staat denkmalgeschützte Immobilien erhalten will und Investoren nicht allein durch die Kosten für die Instandhaltung abgeschreckt werden sollen, ermöglicht das Steuerrecht Investoren, Renovierungskosten steuerlich geltend zu machen.

Letztlich erweisen sich denkmalgeschützte Immobilien als renditestarke Anlagen, und die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit ist eine der Möglichkeiten, legal und effizient Steuern zu sparen.

Im Rahmen des § 10f EStG werden die Aufwendungen im Kalenderjahr nach Abschluss der Baumaßnahme und in den folgenden neun Kalenderjahren als Sonderausgaben behandelt, wenn der Investor die Immobilie selbst nutzt.

Vermietete Immobilien können über einen Zeitraum von 12 Jahren mit einem Satz von 9 Prozent für die ersten acht Jahre und 7 Prozent für die folgenden vier Jahre abgeschrieben werden. Der Investor kann 100 Prozent der Renovierungskosten nach § 7i EStG absetzen.

Wenn Sie ein denkmalgeschütztes Haus energetisch sanieren wollen, können Sie ebenfalls KfW-Fördermittel beantragen. Das von der KfW geförderte Energiehaus hätte dann einen um rund 60 % geringeren Energiebedarf als ein Neubau.